JSBS-Pokal u14 2009, Endrunde

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Glückloses Saisonfinale für Coswiger Schachnachwuchs

Am Sonntag, dem 14. Juni 2009 fand in Dresden die Finalrunde um den Pokal des Jugendschachbundes Sachsen statt.

Der diesjährige Pokalwettkampf begann am 21. März 2009 mit insgesamt 27 sächsischen Nachwuchsmannschaften. Spielberechtigt waren Jungen und Mädchen, die nach dem 01.01.1995 geboren wurden, also Mannschaften der Altersklasse „u14“.

Die besten sechs Schachnachwuchsmannschaften, die ihren Finalplatz im Rahmen eines KO-Wettkampfes erspielten, trafen sich im Spiellokal der gastgebenden USV TU Dresden auf dem Zelleschen Weg, um den diesjährigen Pokalgewinner zu ermitteln.

In der Finalrunde war auch der Schachnachwuchs unserer TuS Coswig 1920 mit seiner 1. Mannschaft vertreten.

In der Aufstellung Konstantin Merker, Aaron Kieslich, Niklas Linnemann, Anne Pührer und Lukas Bechler nahmen wir den Pokalfight gegen die besten Nachwuchsteams aus Chemnitz, Dresden, Leipzig und Bautzen auf.


v.l.n.r.: Lukas Bechler, Aaron Kieslich, Anne Pührer, Konstantin Merker, Niklas Linnemann

Die Zielvorgabe war klar formuliert, eine gute Turnierleistung erspielen, die Großen „ärgern“ und nach Möglichkeit ein Treppchenplatz erringen.

Schon in der 1. Runde setzte unser Team um den Kapitän Konstantin Merker die Vorgabe mit dem hochverdienten Überraschungssieg gegen den großen Turnierfavoriten, der BSG Chemie Leipzig, vollumfänglich um. Die Konkurrenz staunte nicht schlecht über unseren Finalauftakt, zumal Anne aufgrund eines groben Eröffnungsfehlers ihre erste Partie sehr schnell verlor. Aber schließlich handelt es sich um einen Mannschaftswettbewerb, wo die Teamkollegen Konsti, Aaron und Niklas mit ihren Erfolgen an den Brettern 1 bis 3 den Sieg sicherten.

Im zweiten Spiel konnte unser Team leider gegen die ersatzgeschwächten Chemnitzer an die sehr gute Leistung aus der 1. Runde nicht ganz anknüpfen. Obwohl wir am Brett 1 einen Punkt kampflos zugesprochen bekamen, erkämpfte ausgerechnet Anne am 4. Brett erst auf der „Schlussgeraden“ mit ihrem Sieg die Punkteteilung für uns. Hier zahlte sich das im letzten Trainingslager vermittelte Endspielwissen aus.

Noch härter traf es unser Team in der 3. Runde, als wir mit 4:0 gegen Bautzen „untergingen“. Lediglich Lukas, der für Anne am 4. Brett spielte, konnte sein Spiel gegen die amtierende Sachsenmeisterin bis in das Endspiel offen halten. Leider übersah er die Idee der entfernten Freibauern, welche ihn auf die Siegesstraße geführt hätte.

Wir durchschritten also bereits in der 3. Runde das „Tal der Tränen“, so dass es in der Folgerunde gegen die 2. Mannschaft des Gastgebers nur noch aufwärts gehen konnte.

Das Team wusste, jetzt geht es um Alles oder Nichts, um Sekt oder Selters. Entsprechend entschlossen mit dem klaren Willen, die Runde für sich zu entscheiden, ging man zu Werke. Insbesondere Niklas am Brett 3 entfachte mit seinen Figuren einen wahren Angriffssturm auf des Gegners weißen König, der schnell nackig war. Leider vergaß Niklas beim Spiel die Zeit, so dass der Gegner wegen Zeitüberschreitung den Punkt erhielt.
Niklas Tränen trockneten aber schnell, als er miterlebte, wie seine Mannschaftskollegen an den Brettern 1, 2 und 4 kämpften und die notwendigen 2½ Punkte für den Mannschaftssieg holten.

Da in der vorletzten Runde die bis dahin ungeschlagenen Bautzener gegen die 1. Mannschaft der USV TU Dresden ihre erste Niederlage einstecken musste, erlebten wir in der abschließenden Runde ein Finale im Finale, was spannender nicht hätte sein können.

In der 5. Runde trafen die beiden Turnierfavoriten, die SC Einheit Bautzen (6 MP) und die BSG Chemie Leipzig (6 MP), unser Team (5 MP) und die 1. Mannschaft der USV TU Dresden (6 MP), sowie die USG Chemnitz und die 2. Mannschaft der USV TU Dresden aufeinander.

Wie gesagt, kein Sonntagskrimi im Zweiten konnte spannender sein, als dieses Finale, was leider ohne ein „Happy End“ für unser Team ausging, weil wir gegen USV TU Dresden „nur“ Unentschieden spielten. Einen halben Punkt mehr und die Silbermedaille wäre unser Lohn gewesen. So freut sich der Dresdner Nachwuchs nicht unverdient über dieses Edelmetall.

Den Wanderpokal entführte das Team der BSG Chemie Leipzig, die sich gegen Bautzen mit 2½ : 1½ Brettpunkten durchsetzte und diese damit auf Platz 3 verwies.

Am Ende dieses dramatischen Pokalfinales bleibt das Resümee, unser junges Nachwuchsteam, in dem 4 der 5 teilnehmenden Spieler auch im nächsten Jahr für diesen Wettkampf noch spielberechtigt sind, enttäuschte nicht.
In diesem schweren Wettkampf haben wir den ganz großen Wurf, Medaillengewinn, nur denkbar knapp verpasst.

Herzliche Glückwünsche von TuS Coswig 1920 an die Spieler des Pokalgewinners, an Marius, Felix, Maximilian und Leonhard von BSG Chemie Leipzig und die Medaillengewinner aus Dresden und Bautzen.

Uns bleibt der Trost, dass wir das einzige Team stellten, die den Pokalsieger aus Leipzig im Pokalwettbewerb besiegten. Es ist wie zur Fußball – WM 1974, der „wahre“ Sieger sind wir, oder wie es ein Dresdner Betreuer am Ende treffend feststellte, unser Team ist der „Sieger der Herzen“.

Am Ende haben alle teilnehmenden Teams gewonnen, denn es war ein großartiger Wettkampf mit einem sehr freundlichen und engagierten Gastgeber. Ein besonderes Dankeschön an die freundlichen Spielermuttis von TU Dresden.

Ich bedanke mich bei den Spielern und der Spielerin für ihren großartigen Einsatz, für den Kampfgeist und die Fairness während des gesamten Turniers.
Ich wünsche dem Team im nächsten Jahr das Glück, welches uns dieses Mal leider versagt blieb.

Rüdiger Pührer (Betreuer)